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Deutschland - Schweiz 4:0 (3:0)

am 12.11.2005 um 17:00 Uhr im Ulmer Donaustadion

 
Das Spiel gegen die Schweiz ließen sich zwei meiner Töchter und ich natürlich auch nicht entgehen.  Wir reisten mit der Bahn an, Resi hatte die Nacht als Bäckerlehrling durchgearbeitet, aber wir wurden von unseren Mädels mit einem oft begeisternden Spiel belohnt.  Selbst die vier Tore sind kein ausreichendes Zeichen für die Qualität der deutschen Mannschaft, die dieses mal von der Leistung der einzelnen Spielerinnen viel ausgewogener waren als in Bayreuth gegen Schottland. 

    1:0!

Die Schweiz war ein stärkerer Gegner, leider waren die Eidgenössinen oft die harten Knochen, die ich von den Schottinnen auf Grund des Verhaltens ihrer männlichen Kollegen erwartet hatte, die aber sehr faire Gegner waren.  Besonders unangenehm ist dabei die Nummer 3, Fabienne Dätwyler, aufgefallen, die der eifrigsten Spielerin gegen Schottland, Anja Mittag, sehr zusetzte.  Besonders gut gefielen mir dieses Mal Renate Lingor, Britta Carlson und Ariane Hingst. Kerstin Gerefrekes spielte wesentlich sicherer als im Spiel in Bayreuth. 

47. Minute

Kerstin Gerefrekes - wie so oft - an allen gegnerischen Spielern vorbei

Die deutschen Frauen schoßen in der ersten Halbzeit aus allen Rohren, ein wahres Feuerwerk brannten sie dann noch einmal in den letzten Minuten ab, nachdem die Kräfte in der zweiten Halbzeit teilweise stark nachzulassen schienen, die Pässe ungenauer wurden und die Laufbereitschaft nicht mehr so ausgeprägt schien.   Die Tore in der 10. (Steffi Jones, die anläßlich ihres 100. Länderspieles besonders geehrt wurde), 20. (Britta Carlson) und 36. (Petra Wimbersky) sind nur eine Andeutung der vielen Chancen, die die deutsche Mannschaft herausgespielt hat.  In der ersten Halbzeit hättten leicht doppelt oder dreimals so viele Tore fallen können.  Schon nach vier Minuten hiehlt die Latte für die geschlagene Torhüterin Marisa Brunner nach einem Freistoß von Renate Lingor.  Renate Lingor war auch maßgeblich am 1:0 beteiligt, ihre wunderschöne Flanke von der linken Torauslinie etwa vier Meter von der Eckfahne köpfte Steffi Jones, die in der Höhe des rechten Torpfostens stand, unhaltbar für Marisa Brunner ins linke Eck.  Renate Lingor war auch an vielen weiteren Tormöglichkeiten beteiligt, während Marisa Brunner, die trotz der 4 Tore, die sie hinnehmen mußte, bei weitem die beste Spielerin unter den Schweizern war, noch viele Tore mehr verhindern konnte.

59. Min

Hier machte Marisa Brunner bei einem Schuß von Birgit Prinz zwar einen Fehler,
aber bügelte ihn sofort wieder aus

Das 4:0 in der 62. Minute, wiederum durch Britta Carlson (bedient von Kerstin Gerefrekes, die immer wieder auf dem rechten Flügel bis zur Torauslinie durchgebrochen war), kam kurz vor der Zeit in der bei der deutschen Mannschaft die Luft raus zu sein schien und die Schweizer wesentlich größere Spielanteile hatten als in der ersten Halbzeit.  Trotzdem gab es aber immer wieder Torchancen für die deutsche Mannschaft und nur eine für die Schweizer.  In den letzten Spielminuten gab es noch einige Riesenchancen, die aber nicht genutzt wurden, weil unsere Spielerinnen versuchten, jemanden ihrer Meinung nach besser positionierten zu bedienen anstatt selbst zu vollenden, sehr sympathisch aber in diesen Fällen leider erfolglos.

 

Hiermit möchte ich meinen Bericht über das Spiel beenden.  Einen guten und detailierten Bericht finden Sie derzeit auf www.fansoccer.de.

Die Schweizer brachten ihre eigene Musik - eine "Guggamusik"
Die Schweizer brachten ihre eigene Musik - eine "Guggamusik"

  

Übrigens ein großes Lob an die Stadtwerke Ulm, die es hervorragend verstanden hatten, das Publikum auf den richtigen Weg in Richtung Heimat zu bringen.  Eine Viertelstunde nach Spielende waren wir schon am Hauptbahnhof, obwohl wir auf der Gegentribüne gesessen hatten.  

Schade ist es jedoch, daß die Organisatoren das Spiel für 17:00 Uhr angesetzt hatten.  Wir hätten gerne noch verweilt, so mußten wir aber sofort weg, und hatten die ganze Zeit Angst, daß wir es als Bahnfahrer überhaupt noch nach Hause schaffen würden.  Ein Spielstart um 15:00 Uhr wäre wesentlich schöner gewesen und hätte sicherlich nicht Zuschauer abgehalten, ganz im Gegenteil: Das Stadion in Bayreuth war mit 15.000 Zuschauer ausverkauft (dort hatte das Spiel um 15:00 Uhr begonnen), in Ulm kamen nur wenige hundert mehr in das wesentliche größere Donastadion, obwohl Ulm und Neu-Ulm allein mehr als doppelt soviele Einwohner haben als der gesamte Landkreis Bayreuth.  Es wäre schön, wenn das Spiel am 11.05.2006 wieder früher stattfinden würde, sonst werden wir nicht dabei sein können.

Bitte beachten Sie auch unsere Bildreportage über die Zeit Öffnet einen internen Link im aktuellen Fenster vor dem Spiel.

 
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